Eine Gruppe von fünf Frauen sitzt auf der Bühne vor einem blauen Hintergrund und einem großen Bildschirm und führt eine Diskussion. Die linke Seite des Bildes ist unscharf, während die rechte Seite scharf abgebildet ist.

Tagesspiegel Expertenrunde zur Brustkrebsversorgung

Am 13. Oktober 2025 fand in Berlin eine Tagesspiegel-Expertenrunde zum Thema „Früher erkennen, besser versorgen? Zwischen Leitlinien und Lebensrealität in der Brustkrebsversorgung“ statt. Gilead unterstützte die Veranstaltung als Sponsor und brachte sich aktiv in den interdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Industrie und Patientinnen ein. Ziel war es, Wege zu einer gerechteren, personalisierten und qualitativ hochwertigen Brustkrebsversorgung in Deutschland aufzuzeigen.

Prof. Dr. Christiane Kuhl, führende Expertin für Brustkrebsdiagnostik, beleuchtete in ihrem Impulsvortrag die Wirksamkeit und Grenzen des Mammografie-Screenings. Sie kritisierte, dass das aktuelle Programm für Frauen zwischen 50 und 75 Jahren veraltet sei und viele Karzinome zu spät oder gar nicht erkannt würden. Individuelle Risikofaktoren wie Brustdichte, Tumoreigenschaften oder genetische Prädispositionen fänden bislang zu wenig Beachtung. Als Alternativen nannte sie den gezielten Einsatz der Magnetresonanztomographie (MRT) bei Hochrisikopatientinnen sowie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Entwicklung personalisierter Diagnose- und Behandlungsstrategien.

In der anschließenden Diskussion betonte Sabine Weissinger, Senior Business Unit Director bei Gilead Sciences, dass Brustkrebs keine Erkrankung ausschließlich älterer Frauen sei. Besonders bei jüngeren Frauen mit einem erhöhten Risiko für triple-negativen Brustkrebs (TNBC) müsse die Aufklärung verbessert und die Prävention stärker individualisiert werden. Sie forderte zielgruppenspezifische Awareness-Kampagnen und bessere Rahmenbedingungen für Innovationen im Gesundheitswesen. Auch Schwerpunkt-Apotheken könnten helfen, Vorsorge und Versorgung wohnortnah zu stärken.

Dr. Lina Seitzl, MdB (SPD), hob hervor, dass soziale Ungleichheiten weiterhin eine große Herausforderung darstellen. Frauen mit geringerem Einkommen, Migrationshintergrund oder in ländlichen Regionen würden vom aktuellen System oft nicht ausreichend erreicht. Mehr Aufklärung, individuelle Vorsorgekonzepte und ein leichterer Zugang zu MRT-Untersuchungen seien zentrale Schritte zu einer gerechteren Versorgung. Elke Naujokat, Vorsitzende der Frauenselbsthilfe Krebs, machte zudem auf Lücken in der psychoonkologischen Betreuung aufmerksam, die vielerorts noch nicht flächendeckend verfügbar sei.

Zum Abschluss übermittelte Eva Schumacher-Wulf, Journalistin und selbst an Brustkrebs erkrankt, eine bewegende Botschaft per Stream: „Unabhängig von der Versorgungsrealität müssen Frauen informiert werden, wie hoch ihr Risiko ist, welche Untersuchung am besten wäre und wo die Schwächen des Screenings liegen – auch wenn es keine Kassenleistung ist! Grüße von einer Patientin mit dichter Brust, mit 34 erkrankt, jetzt metastasiert.“

Ihre Worte verdeutlichen, wie wichtig Aufklärung, Transparenz und individuelle Entscheidungsfreiheit für eine moderne Brustkrebsversorgung sind.

Gilead positionierte sich bei der Veranstaltung als engagierter Partner im Dialog mit Politik, Wissenschaft und Patientinnen und setzte wichtige Impulse für eine innovative, patientinnenzentrierte und zukunftsorientierte Versorgung. Rund 50 Teilnehmende verfolgten die Diskussion vor Ort, weitere 110 schalteten sich per Livestream hinzu.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung steht online zur Verfügung: https://www.youtube.com/watch?v=9cjQ75C_Np8

 

Copyright Fotos: Lena Ganssmann

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