Politico Telescope: The New AIDS Epidemic

Im Rahmen des POLITICO Telescope Newsletters The New AIDS Epidemic befasst sich die renommierte Journalistin Sarah Wheaton ausführlich mit dem aktuellen Stand der Bekämpfung von HIV und AIDS. Dabei thematisiert sie auch die politischen und gesellschaftlichen Hindernisse, welche eine effektive Eindämmung von HIV erschweren.

 

Die Feststellung, dass weiterhin dringender Handlungsbedarf besteht, zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausgaben des Newsletters. Besonders deutlich wird dies in dem Beitrag „New targets in the fight against HIV“, der die Bemühungen der Vereinten Nationen thematisiert. UNAIDS, das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS, hatte bereits im Jahr 2014 das sogenannte “90-90-90 Ziel” formuliert: um HIV und AIDS bis 2030 als „Gefahr für die öffentliche Gesundheit“ eliminieren zu können, sollten bereits im Jahr 2020 mindestens 90 % aller Menschen mit HIV diagnostiziert sein, von diesen mindestens 90 % mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden, und mindestens 90 % der Therapien erfolgreich verlaufen, sodass kein HI-Virus mehr im Blut nachweisbar ist. Wie Wheaton feststellt, hatten Ende 2020 nur 14 Länder dieses Ziel erreicht.1 Global betrachtet, zeigte die Datenerhebung die ernüchternden Werte 81-67-59: lediglich 81 % der Menschen mit HIV kannten ihren Status, 67 % bekamen eine HIV-Therapie und nur 59 % davon lagen unter der Nachweisgrenze.2 UNAIDS hat daher kürzlich definiert, welche Fortschritte nun erzielt werden müssen, um wieder auf den richtigen Kurs zu kommen. Das Ergebnis: die Zielmarke von 95-95-95 in allen Teilpopulationen (Alter, Geschlecht etc.) bis zum Jahr 2025.3

 

Wie Wheaton in einem weiteren Beitrag des Newsletters verdeutlicht, dürfen sich die Bemühungen aber nicht auf das „95-95-95 Ziel“ beschränken. Vielmehr sollte auch die Steigerung der Lebensqualität von Menschen mit HIV ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden. Zwar haben antiretrovirale Therapien dazu geführt, dass HIV heute grundsätzlich kein Todesurteil mehr ist, jedoch treten spezielle altersbedingte Krankheiten wie Nierenerkrankungen bei HIV-Patienten signifikant häufiger auf. Erschwerend kommt hinzu, dass Menschen mit HIV noch immer mit Stigmatisierung und Diskriminierung konfrontiert werden. Wheaton zitiert in diesem Zusammenhang eine Studie aus dem Jahr 2019. Diese kommt zu der Schätzung, dass 31 % der Menschen mit HIV unter Depressionen leiden.4 Es wird also deutlich, dass es neben einem besseren Management von Parallelerkrankungen auch mehr psychosoziale Angebote braucht, um Menschen mit HIV nicht nur ein langes, sondern auch ein weitestgehend unbeschwertes Leben zu ermöglichen.

Erwähnung findet auch die von Gilead Sciences unterstütze Initiative HIV Outcomes, die sich dieser Aufgabe annimmt und an einer Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit HIV arbeitet.

 

Weitere Ausgaben des Newsletters befassen sich mit der Situation in einzelnen Ländern. So wird beispielsweise die Arbeit der Andrey Rylkov Foundation thematisiert, die auf den Straßen Moskaus saubere Spritzen anbietet, damit sich Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher nicht dem Risiko einer HIV-Infektion aussetzen. Ebenfalls behandelt werden die Hoffnungen auf einen Impfstoff gegen HIV sowie die Arbeit der Elton John Foundation und die sich verschlechternde Situation im EU-Mitgliedstaat Bulgarien.

 

The New AIDS Epidemic ist bereits die zweite Politico Telescope Newsletter-Reihe, die durch Gilead Sciences unterstützt wird. Im Rahmen dieser Unterstützung verweist Gilead erneut auf die Website stopthevirus.eu. Diese stellt Informationen bereit, die für den Kampf gegen HIV und AIDS benötigt werden.

 

Zu den Beiträgen des Newsletters Politico Telescope: The New AIDS Epidemic

Zur Informationsseite stopthevirus.eu

Referenzen

  1. Rezaei S, Ahmadi S, Rahmati J, et al. Global prevalence of depression in HIV/AIDS: a systematic review and meta-analysis. BMJ Supportive & Palliative Care 2019; 9: 404-412.

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