Zwei Personen, eine Frau und ein Mann in Geschäftskleidung, sitzen an einem Tisch mit Wasserflaschen vor sich und diskutieren bei einem beruflichen Treffen oder einer Konferenz.

Stärkung der Frauengesundheit

Am 6. November 2025 luden Gilead, GSK und Novartis zur Veranstaltung „Mehr Relevanz für Frauen: Onkologie zwischen Forschung, Versorgung und Gerechtigkeit“ ein. Die Veranstaltung fand beim Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) in Berlin statt. Expertinnen und Experten aus Ärzteschaft, Forschung, Patientenvertretung und Industrie diskutierten Hürden und Lösungen in der klinischen Forschung und praktikable Ansätze, die die Versorgung von Frauen verbessern können. Als Sprecher:innen nahmen teil: Prof. Dr. Jens Uwe Blohmer (Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Brustzentrum, Charité CCM), PD Dr. Gülten Oskay Özcelik (Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe), Alexandra von Korff (Kick Cancer Chick), Nicole Stelzner (Gilead Sciences) und Dr. Martin Ahlemann (GSK). Moderation: Dr. Julia Löffler (Charité).

 

Fairer Zugang zu klinischer Forschung für Frauen

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie mehr Frauen Zugang zu klinischen Studien erhalten, da aktuell noch zu viele Patientinnen nicht an klinischen Studien teilnehmen. Dies hängt oft von Faktoren wie Wohnort, Herkunft, Bildung oder Einkommen ab. Prof. Dr. Jens-Uwe Blohmer betonte, dass die Studienbereitschaft der Patient:innen zwar mit dem Vertrauen in die behandelnden Ärzt:innen steige, aber ohne vorfinanzierte Ressourcen viele Projekte nicht realisiert würden. Dr. med. Gülten Oskay-Özcelik hob hervor, dass Sprach- und Kulturbarrieren, etwa die fehlende Mehrsprachigkeit bei den Einwilligungen, Patient:innen den Zugang zu Studien erschweren würden. Darüber hinaus unterstrich Alexandra von Korff, Patientenvertreterin, dass der Zugang zu Studien häufig vom Zufall abhänge und eine verständliche Information durch Ärzt:innen und Community essenziell sei.

 

Studienstandort Deutschland stärken

Daran anknüpfend wurde diskutiert, wie Deutschland wieder als Studienstandort attraktiver werden könne. Ursachen hierfür seien unter anderem eine nicht ausreichende stabile Grundfinanzierung, eine ausbaufähige Dateninfrastruktur sowie ein hoher bürokratischer Aufwand. Nicole Stelzner, Senior Director Government Affairs bei Gilead Sciences, verwies auf das Medizinforschungsgesetz und nannte den Bürokratieabbau als zentralen Hebel für schnellere und mehr Studien. Sie forderte eine praxisnahe Anerkennung von Evidenz und mehr Flexibilität bei kleinen Patient:innengruppen.

 

Handlungsfelder und nächste Schritte

Die Teilnehmenden waren sich am Ende einig, dass trotz erkannter Fortschritte weiterhin Handlungsbedarf bestehe, um Patientinnen und Patienten verlässlich Zugang zu Innovation zu sichern. In der anschließenden Diskussion mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen wurden konkrete Maßnahmen und Schritte benannt: bessere Finanzierung translationaler Forschung, Stärkung regionaler Versorgungsnetzwerke, gezielte Kommunikationsstrategien gegen Stigmatisierung sowie schnell umsetzbare Pilotprojekte.

Gilead Sciences wird den Dialog mit politischen Akteurinnen und Akteuren sowie Praxispartnerinnen und Praxispartnern fortsetzen, um wissenschaftlichen Fortschritt nachhaltig zu fördern und innovative Therapien schneller verfügbar zu machen.

 

Eine Frau in einer schwarzen gepunkteten Bluse gestikuliert mit ihren Händen, während sie in einer Besprechung an einem Tisch mit Getränken und Notizbüchern sitzt. Eine andere Frau hört neben ihr zu.
Vier Frauen sitzen an einem Tisch und diskutieren, vor ihnen stehen Getränke und Flaschen. Eine Frau in einer Anzugsjacke gestikuliert, während sie spricht, und die anderen hören aufmerksam zu. Es scheint sich um eine berufliche Besprechung zu handeln.

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