Positionen

Wofür wir eintreten:
unsere gesundheits­politischen Positionen.

Wir stellen uns großen Herausforderungen – und stellen unsere Expertise für den medizinischen Fortschritt zur Verfügung.

Als weltweit führendes pharmazeutisches Unternehmen nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst. Neben unseren Engagements in Stiftungen und Verbänden wollen wir deshalb auch zur Meinungsbildung und zum Wissenstransfer auf politischer Ebene beitragen. Unser Ziel: möglichst allen Patient:innen einen ungehinderten Zugang zu innovativen und lebensrettenden Therapien ermöglichen.

Dazu treten wir mit politischen Entscheider:innen in den Dialog und bieten unsere Expertise für die Verbesserung von Rahmenbedingungen bei der Gesundheitsversorgung an – für richtungsweisende Entscheidungen, die auf einem kompetenten und tragfähigen Fundament stehen können. Dies tun wir auf offene und transparente Weise. Denn nur so kann gegenseitiges Vertrauen für den Dialog entstehen.

Unsere medizinischen Themenfelder

Mit unseren Positionspapieren und Insights informieren wir zu den vier Therapiegebieten CAR-T Zelltherapie, Triple-negativer Brustkrebs (TNBC), HIV und virale Hepatitis (B, C und D) – für einen klaren Überblick zu den Rahmenbedingungen der Versorgungssituation sowie zu Chancen und Potenzialen auf politischer Ebene.

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HIV

Bis 2030: HIV nachhaltig eindämmen

Dank antiretroviraler Therapien ist es heute möglich, dass Menschen mit HIV bei konsequenter Behandlung eine normale Lebenserwartung erreichen können. Jedoch ist noch viel zu tun, um die Infektion nachhaltig einzudämmen. Zur langfristigen Bekämpfung hat UNAIDS deshalb klare Ziele definiert: Bis 2030 sollen 95 % aller Menschen mit HIV ihren Status kennen, 95 % aller infizierten Menschen in Therapie sein und bei 95 % die Viruslast unter die Nachweis-grenze gebracht werden. Deutschland ist hier auf einem guten Weg und hat bereits zwei dieser Ziele erreicht, jedoch wird die Zielmarke bei der Diagnoserate weiterhin verfehlt: So lebten Ende 2023 insgesamt rund 96.700 Menschen mit HIV – davon wissen schätzungsweise 8.200 nichts von ihrer Infektion.

Unsere Anliegen
  • Die neue Bundesregierung muss sich zur „BIS 2030“-Strategie bekennen – verbunden mit der Einführung eines flächendeckenden Aktionsplans mit konkreten und sektorübergreifenden Maßnahmen für Bund, Länder und Gemeinden. Um die bisherigen Erfolge der „BIS 2030“-Strategie zu evaluieren, bedarf es zudem eines Evaluierungskatalogs sowie konkreten Bewertungskriterien.

  • Es benötigt mehr Screening und Testung in der Gesamtgesellschaft und in spezifischen Zielgruppen, insbesondere, um bisher unentdeckte Fälle diagnostizieren und behandeln zu können. Dafür gilt es, auch die Informationen zu Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.

  • Hier sollte eine Fokussierung auf besonders betroffene Populationen wie Drogenkonsument:innen, Männer, die Sex mit Männern haben, migrantische Bevölkerungsgruppen und Haftinsassen erfolgen.

  • Es bedarf konzentrierter Anstrengung für bundesweite Aufklärungskampagnen unter Einbezug der relevanten Industrien, um die Zahl der Neudiagnosen und Behandlungen zu steigern und das Bewusstsein für die Krankheit 
zu schärfen.