Dialog im Bundestag: Globale und nationale HIV-Bekämpfung

Dialog im Bundestag: Globale und
nationale HIV-Bekämpfung

In einer Sitzungswoche des Deutschen Bundestages stand HIV gleich zweimal weit oben auf der politischen Agenda. Während im Gesundheitsausschuss die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen HIV und deren Finanzierung im Mittelpunkt standen, ging es bei einem Roundtable der CDU/CSU-Bundestagsfraktion um die Versorgung von Menschen mit HIV in Deutschland. Gilead Sciences brachte in beide Gespräche seine Expertise ein.

Fachgespräch im Gesundheitsausschuss: Zusammenarbeit als Schlüssel

Am Mittwoch, den 23. September 2026, kamen Abgeordnete der Fachgruppe „Global Health“ des Gesundheitsausschusses zu einer Anhörung zusammen. Sie informierten sich darüber, wie die Akteure im HIV-Bereich weltweit zusammenarbeiten und welche Wirkung diese Zusammenarbeit entfaltet. Als Sachverständige geladen waren die Deutsche AIDS-Stiftung, UNAIDS, das Aktionsbündnis gegen AIDS, das Institut für Infektions- und Tropenmedizin am LMU Klinikum München, Ärzte ohne Grenzen sowie Gilead Sciences.

Vor dem Hintergrund der laufenden Haushaltsverhandlungen im Bundestag stand insbesondere der deutsche Finanzierungsbeitrag für globale HIV-Programme im Fokus. Deutlich wurde, dass die enge Zusammenarbeit von internationalen Organisationen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und forschenden Industrie entscheidend ist, um HIV-Infektionen wirksam einzudämmen. gemeinsame Botschaft der Runde war, dass die Kooperation gut funktioniert, finanzielle Kürzungen die bisherigen Erfolge in der HIV-Bekämpfung jedoch gefährden.

Gilead Sciences hatte im Rahmen der Diskussion Gelegenheit, sein globales und philanthropisches Engagement vorzustellen. Als forschendes Biopharmaunternehmen mit langjähriger Erfahrung im HIV-Bereich versteht sich Gilead Sciences als Partner der internationalen Gemeinschaft auf dem Weg, die HIV-Epidemie weiter einzudämmen.

Roundtable der Unionsfraktion: HIV-Versorgung unter Spardruck

Beim Roundtable der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 25. September 2026 standen die Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) auf die HIV-Versorgung im Mittelpunkt. Das im Sommer 2026 verabschiedete Gesetz soll die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung stabilisieren und sieht dafür Einsparungen in zahlreichen Leistungsbereichen vor.

Gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG), der Deutschen Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin (dagnä) und der Deutschen Aidshilfe brachte Gilead Sciences die zentralen Handlungsfelder in die Diskussion ein. Dabei wurden einige relevante Aspekte adressiert: von den Folgen möglicher Budgetkürzungen über eine effektive Teststrategie, inklusive Check-up 35 und Opt-out-Testungen, bis hin zur Stärkung der HIV-Forschung. Zudem thematisierten die Beteiligten eine angemessene Bewertung von HIV-Innovationen im AMNOG-Verfahren, den weiteren Abbau von Stigmatisierung sowie die Anforderungen beim Altern mit HIV. Die Abgeordneten zeigten großes Interesse und stellten zahlreiche Nachfragen. Sie baten die Teilnehmenden darüber hinaus, konkrete Vorschläge zur Verbesserung der HIV-Versorgung einzubringen.

Ausblick: Der Dialog wird fortgesetzt

Beide Termine haben gezeigt: HIV muss national wie international eine politische Priorität bleiben, gerade in Zeiten knapper öffentlicher Mittel. Der Austausch mit den Abgeordneten wird in weiteren Gesprächen fortgesetzt. Gilead Sciences setzt sich gemeinsam mit Partner:innen aus Medizin, Wissenschaft und Zivilgesellschaft weiterhin dafür ein, die Erfolge in der HIV-Bekämpfung zu sichern und das Ziel, HIV bis 2030 einzudämmen, zu erreichen.